Montag, 7. Februar 2011

Der Alltag des Herrn A.

Der Alltag des Herrn A.

Wir sind unter die Biographen gegangen und zwar in revolutionär neuer Form: interdisziplinär! Als wir neulich einen sehr sympathischen Herrn kennengelernt haben (und natürlich sofort zu uns eingeladen haben) dachten wir uns: Mönsch, ist der Mensch interessant! Natürlich erst auf den zweiten, sensiblen Blick, wie das bei ganz „normalen“ Menschen ja so oft der Fall ist ;-) Und da haben wir uns gedacht: Wir werden jetzt auch Biographen und zwar in revolutionär neuer Form: interdisziplinär! Wie das geht fragt ihr? Ganz einfach: Wir nehmen all unsere vielfältigen Talente zusammen und schreiben, basteln, häkeln und malen alles, was die interessante Persönlichkeit des Herrn A ausmacht. Und nun wird’s offiziell. Das erste Kapitel unserer interdiziplinären Biografie des Herrn A.:

Der Alltag des Herrn A
1. Kapitel


Wie in jeder anständige Biographie auch, beginnen die Alltagsgeschichten des Herrn A. mit seiner Geburt - im Garten seiner Mutter:

Herr A. wächst aus einem „B“




So ist vermutlich auch seine große Leidenschaft für Holz zu erklären.

Die Zweite, nämlich die für Papier, ist wohl zwangsläufig daraus entstanden, denn es wird hierzulande ja bekannterweise aus „B`s“ gemacht. Kaum, daß ihn seine Beinchen trugen, sammelte er diese wunderbaren, knisternden Objekte, vorzugsweise beschriebene - oder mit Buchstaben bedruckte. Er legte sie in große hölzerne Kisten. Als hätte seine kluge Mutter diese Leidenschaften ihres Sprößlings schon erahnt (oder es lag an ihrer ausgeprägten ökologischen Ader? ) hatte sie schon vor seiner Geburt ein großes Regal mit diesen Kisten für seine Kinderschätze gefüllt.

Damit kommen wir auch schon zu seiner dritten Passion: Die Buchstaben. Er löste das Mysterium dieser wunderbaren Symbole erstaunlich früh, eigentlich erwarb er durch sie seine verbalen Fähigkeiten, und plapperte fortan unentwegt über das, was er auf seinem so geschätzten Papier entziffern konnte. Nun wissen sie eigentlich schon alles, was die Kindheitsjahre des Herrn A. prägte. Seine Jugend überspringen wir, und wenden uns gleich seinem jetzigen Leben zu.

Um Ihnen nun den Alltag des Herrn A. seiner Persönlichkeit angemessen zu beschreiben, greifen wir (fast) konsequent auf seine drei großen Leidenschaften zurück: Holz, Papier und natürlich die Buchstaben, die selbstredend aus Pappe bestehen. Wir machen nicht mehr Worte - oder auch Buchstaben - als nötig, sondern zeigen Ihnen in plastischen, hin und wieder auch poetischen Bildern alles, was diesen Herrn so interessant macht. In lockerer Folge erscheinen die weiteren Stationen seines Lebens.

Dieses plastische Kapitel der Biographie bekommt ihr hier

Material des 1. biografischen Kunstwerkes: Holz, Papiergarn, Sperrholz, Pappe, Acrylfarbe, Fineliner.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Silberblätter

Kaum haben wir neues Material, wird damit experimentiert. In diesem Fall sind es die Blattgespinste die wir ja auch schon für die poetischen Schmetterlinge verwendet haben. Da wir bei einem anderen neuen Kunstprojekt (noch ganz geheim ;-)! ) schon mit echtem Silber arbeiten, haben wir uns gedacht: Silber passt so gut zu den zarten Gespinsten der Blätter. Und es klappt! Wir haben es sogar geschafft, sie mit ganz viel Flügelspitzengefühl zu polieren, ohne daß die filigranen Rippen zerbröselt sind. Jetzt gibt es also echt ! versilberte Blattbuttons. Schade, auf den Fotos sieht man leider nicht so gut, wie das Silber glänzt, wenn man den Button etwas hin - und herdreht. Und wenn wir endlich eine Maschine für große Buttons haben, wird es sie auch als Spiegel geben. Kommt noch, da sind wir uns sicher :-). Also hier erst einmal die versilberten Blätter :

Dienstag, 18. Januar 2011

Manchmal sind wir ganz poetisch ;-)

Jaaa, auch Hühner haben eine poetische Ader! Glaubt ihr nicht? Hier der ultimative Beweis:



Für diese Art von Buttons haben wir extra eine Zweigstelle eingerichtet, wir kennen ja die Skepsis gegenüber poetischen, ernsthaften  Hühnern ;-). Hier gibt es die "poetischen Schmetterlinge" und schaut mal hier, der Name für den Shop ist Programm: wohlgerundet .

Sonntag, 2. Januar 2011

Evolution und Filzkunst

Filzkunst – Die Evolution


Heute erzähle ich Euch mal ausführlich von einer schwierigen Geburt: Wie ihr Euch denken könnt, ist die Evolution ein schwieriges Ding, besonders wenn mehrere Götter daran beteiligt sind. Das haben wir gerade im Hühnerhaus erlebt. Sowohl die Göttinnen, als auch der Filz hatten einiges durchzumachen.
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Wie können plastische Ideen und Formen aus einer planen Filzfläche herauswachsen? Und wachsen ist dabei ganz wörtlich gemeint, denn wir wollten unsere Formensprache, die sich bei uns ja immer als eine Anregung, Interpretation oder Verwandlung natürlicher Formen bis in die Abstrakte versteht, unbedingt beibehalten. Gut, das nähen zu unseren Hobbys gehört, denn einige der Tricks konnten wir gut einsetzten.
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Nachdem die Idee fertig war, etliche Skizzen und viele kleine Schnittmuster, ging es auf die Suche nach Material. Perlen brauchten wir nicht, davon haben wir einen schönen Vorrat. Filz und Nähnadeln wurden benötigt.
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Materialeinkauf macht ja eigentlich einen Riesenspaß, aber dieses mal war es eine Tortur. Erst einmal der Filz: Aus reiner Wolle sollte er natürlich sein, und schön fest, damit die Formen stabil bleiben und viele Farben wollten wir auch, deshalb, bitte kleine Platten. Nach einigen Test, haben wir eine ganz tolle Quelle aufgetan, aber wir merkten schon, mit normalen Nähnadeln kommen wir nicht weiter.
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Heutzutage näht man wohl nur noch wenig per Hand. Nach etlichen Versuchen (inclusive ziemlich zerstochener Flügel- und Fingerspitzen, was beim Handnähen ohne Fingerhut gar nicht zu ändern is, aber wir mögen diese gefühllosen Dinger einfach nicht.) und fleißigem Einsatz von handelsüblichen Nähnadeln, die leider immer wieder brechen, weil es anscheinend nicht möglich ist, sie so zu härten, wie es früher üblich war, hatten wir fast aufgegeben. Perlennadeln sind ebenfalls nicht bruchsicher (doppelautsch!) und viel zu biegsam, Quilternadeln sind zu kurz, die für Applikationen auch zu biegsam. Doch dann kam meine Mutter mit einem Schwung alter Nadeln, ein Segen :-).
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Und seit einigen Wochen sind wir so weit:
Filzkunst aus dem Hühnerhaus. Warum Filzkunst? Ganz einfach: wir wollten unsere Schöpfungen eigentlich als Filzschmuck anbieten, aber Freunde, Beschenkte und Kunden sagen uns immer wieder, daß unser Schmuck eigentlich kein Schmuck, sondern Kunst zum Tragen ist. Oder zum Sammeln und an die Wand hängen. (Komt auch noch!) Aber seht selbst, hier sind einige Beispiele, die schön zeigen, was wir als unsere Filzkunst verstehen.





Natürlich könnt ihr unsere Filzkunst im Hühnerhaus- Shop bekommen :-)

Dienstag, 28. Dezember 2010

Fundstück: cooles Schäfchen

Ist das nicht klasse, hab ich heute gefunden und wollte es Euch auf keinen Fall vorenthalten :-)



Schafe esse ich nicht!

Montag, 27. Dezember 2010

Rettet das altdeutsche Wollhuhn !

Nach einer etwas längeren Blogpause (es war vor Weihnachten einfach zuviel zu tun) melden wir uns mit einem Anliegen:


Rettet das altdeutsche Wollhuhn!


Kennt ihr das „altdeutsche Wollhuhn“ (Gallus Gallus vetus germanicus lana) ?
Nee, kein Wunder, denn es war schon beinah ausgestorben und die Population konnte sich nur Dank einer kundigen Kräuterfrau erholen. Die größte Chance eines dieser noch heute sehr seltenen Hühner zu entdecken, hat man im April oder Mai an Waldrändern oder auf Lichtungen. Oder natürlich bei uns, denn wir haben ein großes Herz für seltene Hühner, wie ihr ja schon wißt ;-) Uns ist nämlich im verschneiten Wald eines dieser knuddeligen Wollhühnchen begegnet, wir haben es zu uns eingeladen, es gebeten noch ein paar Kumpels und viel Zeit mitzubringen. Sie sind dann auch ein paar Tage später bei uns eingetrudelt und haben uns ihr trauriges Schiksal erzählt.
Die Geschichte haben wir also aus mündlicher Überlieferung einiger Hühner, den Aufzeichnungen der kundigen Kräuterfrau und historischen Fakten aufgeschrieben und und gleich drangemacht und sie als kleines Büchlein produziert. Auf dem Umschlag seht ihr ein echtes altdeutsches Wollhuhn in natürlichem Lebensraum (Winter - im wolligen Gefieder).

Hier mal das Foto vom altdeutschen Wollhuhn (Gallus Gallus vetus germanicus lana) :




Dazu gibt es das Portrait aus Baumwollplüsch genäht, gefüllt mit Waldmeister. Wie ihr seht sind wir schon perfekt im nachbilden naturgetreuer Portraits, vergleicht mal Foto und Stoffhühnchen! :-).


hier unser Stoffhühnchen: 

 


Und wozu das Ganze? Das altdeutsche Wollhuhn ist, wie schon gesagt, immer noch seeehr selten und wir wollen es auf die „rote Liste“ für bedrohte Tiere setzen lassen. Dafür muß diese alte Rasse und seine Geschichte bekannter werden. Denn man glaubt es kaum, doch selbst unter Naturwissenschaftlern ist es fast vergessen, eigentlich kennen nur wir es noch.... Also kauft die Geschichte mit Hühnchen, erzählt sie weiter und:

Rettet das altdeutsche Wollhuhn!

Und hier könnt ihr die Aktion unterstützen :-)




Dienstag, 23. November 2010

"Kofferweise" Adventsmarkt am 11.12. in Hamburg

So es ist soweit *schnauf :-)* Alle Vorbereitungen für unseren ersten , von uns selbst organisierten Markt sind abgeschlossen *freu und in der Runde hüpf*.
Es wird ein Markt nach einem Konzept, von dem wir schon im letzten Jahr lasen: ein Koffermarkt. Designer und Künstler bringen  einen Koffer voll ihrer schönsten Artikel mit, der Koffer ist damit auch die Standfläche.
Wir haben ganz tolle Shops zusammenbekommen: Hühnerhaus-Filzschmuck, Täschchen, Siebdruck auf Stoff, Taschen, Strickwaren, Schmuck, witzige Sockentiere, Kinderkleidung, besondere Notizhefte und noch viel mehr :-)  

DUns so lief es ab: Wir fanden die Idee so klasse, und einen Stand auf einem Weihnachtsmarkt konnten wir nicht mehr bekommen. So haben wir uns ganz spontan entschlossen, selbst einen Markt zu organisieren. Hätten wir vorher gewußt . . .;-) Nee, so schlimm war es auch wieder nicht. Als erstes haben wir einen Cafebesitzer angesprochen, weil wir sein Etablissement *huch ist das schön vornehm* so klasse finden. Direkt im Univiertel, mit einem Betonententeich und vielen Studenten vor den Fenstern. Er fand die Idee originell, sagte zu und schon fragten wir bei Dawanda im Forum, ob die Kollegen/Innen Interesse haben. Nachdem ich die Hamburger-Shops angeschreiben hatte lief es mit einem Mal ganz rasant an. Wir hatten innerhalb von zwei Tagen die 20 Plätze vergeben (zwei sind inzwischen noch dazu gekommen).
Nun noch für die Flyer Produktfotos zusammensuchen, Flyer machen lassen und die Standmiete von allen Teilnehmern zusammenbekommen (Aufregung weil zwei nicht errichbar waren, schnell neue Aussteller suchen, die verspäteten wollen doch...), Papiertischdecken für die Stände bestellen, das war´s :-).
Na ja, nicht ganz. Wir selbst müssen ja noch fleißig nähen und zwar Filzbroschen. Mönsch, das ist wirklich übel für die feinen Finger- und Flügelspitzen. Jetzt wissen wir woran man früher Schneider erkannte - an den zerstochenen Fingern. Wirklich wahr! Aber davon ein andern Mal mehr.
Und heute sind die Flyer gekommen, 19, 6 kg !!! Da jede Ausstellerin welche bekommt, haben wir einen guten Freund zum schleppen gebeten. Der trägt uns die Last am Donnerstag zur Post. Ach ja, fehlt noch die Ankündigung:


So die Einladung habt ihr bekommen, also  rechnen wir mit Eurem Besuch, wenn ich nicht absagt :-)